Farewell Privacy - Startschuss für #OpGetUp

Am 1. April wurde in Österreich die Vorratsdatenspeicherung eingeführt. Die Privatsphäre wurde - im wahrsten Sinn des Wortes - im Zuge einer Demonstration zu Grabe getragen. 
Das bedeutet aber nicht, dass wir aufgeben. 
Das bedeutet auch nicht, dass wir auf unser Recht auf Privatsphäre, verzichten. 
Das bedeutet, dass wir weitermachen, neue Wege einschlagen und die #OpGetUp unterstützen. 
                                                                                                                   
Worum geht es genau?
Noch einmal werden wir die Privatsphäre im Zuge eines Filmdrehs gemeinsam mit der Künstlergruppe “Go Outside” zu  Grabe tragen. (Ein trauriger Tag in der Geschichte des Internets, der Demokratie und der Privatsphäre der nicht vergessen werden darf und uns alle daran erinnern soll, dass es nicht nur unser Recht sondern auch unsere Pflicht ist, für diese GRUNDWERTE DER DEMOKRATIE einzustehen und zu kämpfen). 

Wann passiert der Filmdreh genau?
Kommenden Sonntag, 6. Mai 2012, im 19. wr. Gemeindebezirk (genaueres auf Anfrage: IRC: http://irc.lc/prooops/austria )
Also hurtig den Terminkalender gecheckt, Freunde, Bekannte, Brüder und Schwestern informiert, Mitfahrgegelenheit gecheckt und auf nach Wien. Dass Anonymous  bei so einem Ereignis natürlich nicht fehlen darf, ist wohl selbstverständlich.

Was muss ich mitnehmen?
Da es sich um einen Film handelt, wollen wir nicht nur so anonym wie möglich sein, sondern natürlich auch so Anonymous wie möglich. Sprich: Maske und Anzug (elegante Kleidung) wären nicht nur von Vorteil, sondern auch erwünscht. (Wir wollen ja auf zukünftige Anons einen guten Eindruck machen ;) )

[Archiv] Gegen den Überwachungsstaat - Anonymous startet Aktionen gegen ACTA und Vorratsdatenspeicherung

Wenn es darauf ankommt, setzen sich Anonymous-Mitglieder aus allen Ländern stärker für die Rechte der Bürger ein als deren Regierungen. Diese Tatsache hat sich erst kürzlich bei den Protesten in Polen gezeigt. Ein klares Zeichen des Protests gegen das geplante “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” wurde auch in Österreich gesetzt.

Offensichtlich halten es einige Regierungen derzeit für notwendig, Grundrechte zu untergraben und Bürger massiv in ihrer Freiheit und Privatsphäre einschränken zu wollen. Das bereits vom Ministerrat zur Unterzeichnung freigegebene “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” (ACTA) soll dazu dienen, rechtlich einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um auf internationaler Ebene Verstöße gegen das Urheberrecht und Produktpiraterie unkomplizierter bekämpfen zu können. Da auch digitale Inhalte von diesem Übereinkommen betroffen sind, wird die Umsetzung von ACTA massive Einschnitte bei der freien Internetnutzung mit sich führen.

Provider könnten dazu gezwungen werden, das Nutzungsverhalten ihrer Kunden zu überwachen und, beispielsweise nach dem in Frankfreich eingeführten Three-Strikes-Prinzip, den Internetzugang nach drei Urheberrechtsverstößen entziehen. Die Provider wären dazu verpflichtet, die notwendige Infrastruktur bereitzustellen und könnten sich in anderem Falle sogar selbst strafbar machen. Die Mehrkosten würden, wenig überraschend, an den Verbraucher weitergegeben. ACTA hätte zur Folge, dass sogar private oder gar vertrauliche E-Mails hinsichtlich ihres Inhalts kontrolliert würden - Bilder oder Tondateien, auch wenn diese selbst erzeugt wurden, könnten also spätestens dann nicht mehr mit ruhigem Gewissen per E-Mail verschickt werden. Überdies wäre eine Nutzung von Diensten wie Tor oder P2P-Netzwerken illegalisiert, da dies schon als Vorbereitung zu einer Straftat gelten kann.

Weiterlesen