Audio: AnonNewsCast 15 (Austria) wurde released
Hier habt ihr den aktuellen und wöchentlichen AnonNewsCast.
AnonNewsCast Austria mit AnonNewsAUT.
AnonNewsCast 015:
Themen: Scientology Sekte, Scientology E-Mail Leak (Österreich), ACTA & Politik in Österreich
Direktdownload: http://bit.ly/MwvULX
*Direkter Feed zu allen Sendungen: http://bit.ly/KTBfy5
Informationen über die Operations von Anonymous China
Der noch recht junge chinesische Anonymous-Ableger, der aus der Operation GlobalRevolution hervorging, erregte in den vergangenen Tagen weltweites Aufsehen. Die asiatischen Aktivisten sowie internationale Sympathisanten hackten zahlreiche behördliche Websites und hinterließen eine klare Botschaft auf den attackierten Seiten. Ziel dieser Angriffe ist es, gegen die Netzzensur, die gerade in China vorherrschend ist, zu protestieren.
Hacker überprüfen systematisch Regierungswebsites auf Sicherheitslücken, dringen durch diese auf Systeme ein und laden eine sogenannte Shell auf den jeweiligen Server, um in weiterer Folge die Website umzugestalten (Deface). Anstelle von typisch chinesischer Regierungspropaganda stehen dann Informationen über Anonymisierungsdienste wie Tor, I2P oder VPN zur Verfügung, um die Bevölkerung vor den Überwachungs- und Zensurmechanismen der Regierung zu schützen. Ein Tutorial, das über die Konfiguration dieser Dienste Aufschluss gibt, wurde mittlerweile ins Chinesische übersetzt. Die bei den Angriffen gesicherten Datenbanken werden zudem über diverse Filehoster gespiegelt und so chinesischen Bürgern einen Einblick in die Arbeit der Behörden gegeben. Aufgrund des mächtigen Verwaltungsapparates in China gibt es, verglichen mit europäischen Ländern, eine enorme Anzahl an potentiellen Angriffszielen.
In naher Zukunft ist geplant, systematische Attacken gegen die berühmt berüchtigte Great Firewall durchzuführen. Dabei handelt es sich um einen staatlichen Filter, der bestimmte Websites für chinesische Bürger unerreichbar macht. Die Regierung möchte damit erreichen, dass unter anderem Informationen von ausländischen Nachrichtenagenturen nicht den Weg ins Landesinnere finden. Genauere Informationen stehen zu dieser Operation noch nicht zur Verfügung. AnonNewsAUT steht allerdings in Kontakt mit Anonymous China und wir werden rechtzeitig über Neuigkeiten berichten.
Grotesk ist an den Aktivitäten in China vor allem, dass die Regierung trotz weltweiter Berichterstattung nach wie vor die Hacks dementiert und die Sicherheitslücken nicht zugibt. Die nach den Angriffen wiederhergestellten Websites beinhalten zudem in einigen Fällen die gleichen Sicherheitslücken und/oder sogar die selben Zugangsdaten. Allzu viel Wert auf Netzsicherheit und Datenschutz dürfte in China jedenfalls nicht gelegt werden: Der Großteil der attackierten Server läuft unter dem veralteten Windows 2003 Server-Betriebssystem, Backend-Bereiche werden selten aktualisiert und auch die Administration liegt weit hinter westlichen Standards.
Anzumerken ist, dass die derzeit laufenden Aktivitäten vor allem von Hackern durchgeführt werden. Geplant sind jedoch auch verstärkt Infomationskampagnen und die Bildung von Kontaktnetzwerken zu diversen Organisationen. Denn insgesamt soll sich der Protest nicht nur gegen Netzsperren richten, sondern für mehr Bewegung im Kampf um die Freiheiten von chinesischen Staatsbürgern im Allgemeinen sorgen.
IRC
irc.anonops.bz/6697 #GlobalRevolution
irc.voxanon.net/6697 #AnonymousChina
Twitter
https://twitter.com/#!/WeWorkForGlobal
https://twitter.com/#!/AnonymousChina
AnonNewsAUT - Blog für News und Presseaussendungen
Jetzt haben wir also neben unserem Twitter-Account @AnonNewsAUT auch einen Blog, den wir als Plattform nutzen möchten, um News, Presseaussendungen, Bilder, Videos und Tondateien an die breite Öffentlichkeit zu bringen. Wir wollen damit erreichen, dass alle relevanten Informationen in einem Knoten zusammenlaufen und somit einfacher zu erreichen sind.
Dementsprechend wirken wir also der Problematik entgegen, dass diverse Daten in unzähligen Pastebin-Einträgen, picpaste-Dumps usw. zerstreut im Internet liegen und nach gewisser Zeit nicht mehr auffindbar sind. Hier gibt es auch für alle die Möglichkeit, interessante Beiträge, Videos oder Fotos direkt an uns zu richten. Wir veröffentlichen jederzeit gerne Materialien über Demos, Paperstorms, oder Themen, die in Zusammenhang mit Anonymous stehen. Personen, die mit Abkürzungen wie ACTA, SOPA, PIPA oder INDECT nichts anfangen können, werden sich über unseren Glossar freuen, der selbstverständlich laufend aktualisiert wird.
Abschließend laden wir auch dazu ein, jederzeit Fragen/Wünsche/Kritik/udgl. an uns zu übermitteln.
Ein großer Brohoof geht an dieser Stelle an die Leute von @AnonNewsDE - Danke für eure Mithilfe!
[Archiv] #ActAgainstACTA Demo - 11.2.2012 Wien
Urheberrechte zu schützen und Produktfälschern den Kampf anzusagen, ist zweifelsohne ein wichtiges Thema. Was allerdings das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) vorsieht, verfehlt meilenweit das eigentliche Ziel. Es darf nicht sein, dass Bürger durch die Umsetzung solcher Konzepte in Ihrer Freiheit und Privatsphäre im Internet - und dieses ist mittlerweile das wichtigste Kommunikations- und Informationsmedium - eingeschränkt werden.
Um urheberrechtlich geschützte und unbefugt über das Internet verbreitete Daten ausfindig zu machen, würde der gesamte Datenverkehr darauf überprüft werden müssen, was einen massiven Eingriff in die Privatsphäre eines jeden Bürgers darstellt. Sogar das Teilen von selbst erstellten Werken kann Konsequenzen haben und die Verwendung Anonymisierungsdiensten würde bereits den Tatbestand der “Vorbereitung zu einer Straftat” erfüllen.
Noch verwerflicher ist jedoch die Tatsache, dass ACTA unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne dem Beiziehen von Datenschutzorganisationen und anderen NGOs konzipiert und ausverhandelt wurde. ACTA ist ohne Zweifel ein vom Lobbyismus getriebenes Projekt, das nur dazu gedacht ist, großen Unternehmen noch mehr Privilegien einzuräumen. Glücklicherweise haben bereits einige Politiker den Fehler eingesehen, ACTA zu unterstützen, und sind entweder, wie der mit dem Thema beauftragte Berichterstatter des EU-Parlaments, von ihrem Amt zurückgetreten oder haben sich öffentlich dafür entschuldigt. Die polnische Regierung hat die Ratifizierung bereits ausgesetzt.
Um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, aktiv am Protest gegen ACTA mitzuwirken, wird in Zusammenarbeit mit Parteien, EU-Parlamentariern und Vereinen ein Protestmarsch stattfinden.
Eckdaten
Wann: Samstag, 11. Februar 2012, 14:00 Uhr
Wo: Stephansplatz bzw. Parlament
Ablauf: Treffpunkt um 14:00 Uhr am Stephansplatz, Start des Protestzugs und Marsch zum Parlament um 15:00 Uhr, Ende der Veranstaltung ca. 17:30 Uhr
[Archiv] Gegen den Überwachungsstaat - Anonymous startet Aktionen gegen ACTA und Vorratsdatenspeicherung
Wenn es darauf ankommt, setzen sich Anonymous-Mitglieder aus allen Ländern stärker für die Rechte der Bürger ein als deren Regierungen. Diese Tatsache hat sich erst kürzlich bei den Protesten in Polen gezeigt. Ein klares Zeichen des Protests gegen das geplante “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” wurde auch in Österreich gesetzt.
Offensichtlich halten es einige Regierungen derzeit für notwendig, Grundrechte zu untergraben und Bürger massiv in ihrer Freiheit und Privatsphäre einschränken zu wollen. Das bereits vom Ministerrat zur Unterzeichnung freigegebene “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” (ACTA) soll dazu dienen, rechtlich einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um auf internationaler Ebene Verstöße gegen das Urheberrecht und Produktpiraterie unkomplizierter bekämpfen zu können. Da auch digitale Inhalte von diesem Übereinkommen betroffen sind, wird die Umsetzung von ACTA massive Einschnitte bei der freien Internetnutzung mit sich führen.
Provider könnten dazu gezwungen werden, das Nutzungsverhalten ihrer Kunden zu überwachen und, beispielsweise nach dem in Frankfreich eingeführten Three-Strikes-Prinzip, den Internetzugang nach drei Urheberrechtsverstößen entziehen. Die Provider wären dazu verpflichtet, die notwendige Infrastruktur bereitzustellen und könnten sich in anderem Falle sogar selbst strafbar machen. Die Mehrkosten würden, wenig überraschend, an den Verbraucher weitergegeben. ACTA hätte zur Folge, dass sogar private oder gar vertrauliche E-Mails hinsichtlich ihres Inhalts kontrolliert würden - Bilder oder Tondateien, auch wenn diese selbst erzeugt wurden, könnten also spätestens dann nicht mehr mit ruhigem Gewissen per E-Mail verschickt werden. Überdies wäre eine Nutzung von Diensten wie Tor oder P2P-Netzwerken illegalisiert, da dies schon als Vorbereitung zu einer Straftat gelten kann.
Dass die umstrittene Sekte Scientology in