AnonNewsAUT - Blog für News und Presseaussendungen

Jetzt haben wir also neben unserem Twitter-Account @AnonNewsAUT auch einen Blog, den wir als Plattform nutzen möchten, um News, Presseaussendungen, Bilder, Videos und Tondateien an die breite Öffentlichkeit zu bringen. Wir wollen damit erreichen, dass alle relevanten Informationen in einem Knoten zusammenlaufen und somit einfacher zu erreichen sind.

Dementsprechend wirken wir also der Problematik entgegen, dass diverse Daten in unzähligen Pastebin-Einträgen, picpaste-Dumps usw. zerstreut im Internet liegen und nach gewisser Zeit nicht mehr auffindbar sind. Hier gibt es auch für alle die Möglichkeit, interessante Beiträge, Videos oder Fotos direkt an uns zu richten. Wir veröffentlichen jederzeit gerne Materialien über Demos, Paperstorms, oder Themen, die in Zusammenhang mit Anonymous stehen. Personen, die mit Abkürzungen wie ACTA, SOPA, PIPA oder INDECT nichts anfangen können, werden sich über unseren Glossar freuen, der selbstverständlich laufend aktualisiert wird.

Abschließend laden wir auch dazu ein, jederzeit Fragen/Wünsche/Kritik/udgl. an uns zu übermitteln.

Ein großer Brohoof geht an dieser Stelle an die Leute von @AnonNewsDE - Danke für eure Mithilfe!

[Archiv] #ActAgainstACTA Demo - 11.2.2012 Wien

Urheberrechte zu schützen und Produktfälschern den Kampf anzusagen, ist zweifelsohne ein wichtiges Thema. Was allerdings das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) vorsieht, verfehlt meilenweit das eigentliche Ziel. Es darf nicht sein, dass Bürger durch die Umsetzung solcher Konzepte in Ihrer Freiheit und Privatsphäre im Internet - und dieses ist mittlerweile das wichtigste Kommunikations- und Informationsmedium - eingeschränkt werden.

Um urheberrechtlich geschützte und unbefugt über das Internet verbreitete Daten ausfindig zu machen, würde der gesamte Datenverkehr darauf überprüft werden müssen, was einen massiven Eingriff in die Privatsphäre eines jeden Bürgers darstellt. Sogar das Teilen von selbst erstellten Werken kann Konsequenzen haben und die Verwendung Anonymisierungsdiensten würde bereits den Tatbestand der “Vorbereitung zu einer Straftat” erfüllen.

Noch verwerflicher ist jedoch die Tatsache, dass ACTA unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne dem Beiziehen von Datenschutzorganisationen und anderen NGOs konzipiert und ausverhandelt wurde. ACTA ist ohne Zweifel ein vom Lobbyismus getriebenes Projekt, das nur dazu gedacht ist, großen Unternehmen noch mehr Privilegien einzuräumen. Glücklicherweise haben bereits einige Politiker den Fehler eingesehen, ACTA zu unterstützen, und sind entweder, wie der mit dem Thema beauftragte Berichterstatter des EU-Parlaments, von ihrem Amt zurückgetreten oder haben sich öffentlich dafür entschuldigt. Die polnische Regierung hat die Ratifizierung bereits ausgesetzt.

Um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, aktiv am Protest gegen ACTA mitzuwirken, wird in Zusammenarbeit mit Parteien, EU-Parlamentariern und Vereinen ein Protestmarsch stattfinden.

Eckdaten
Wann:    Samstag, 11. Februar 2012, 14:00 Uhr
Wo:      Stephansplatz bzw. Parlament
Ablauf:  Treffpunkt um 14:00 Uhr am Stephansplatz, Start des Protestzugs und Marsch zum Parlament um 15:00 Uhr, Ende der Veranstaltung ca. 17:30 Uhr

[Archiv] Gegen den Überwachungsstaat - Anonymous startet Aktionen gegen ACTA und Vorratsdatenspeicherung

Wenn es darauf ankommt, setzen sich Anonymous-Mitglieder aus allen Ländern stärker für die Rechte der Bürger ein als deren Regierungen. Diese Tatsache hat sich erst kürzlich bei den Protesten in Polen gezeigt. Ein klares Zeichen des Protests gegen das geplante “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” wurde auch in Österreich gesetzt.

Offensichtlich halten es einige Regierungen derzeit für notwendig, Grundrechte zu untergraben und Bürger massiv in ihrer Freiheit und Privatsphäre einschränken zu wollen. Das bereits vom Ministerrat zur Unterzeichnung freigegebene “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” (ACTA) soll dazu dienen, rechtlich einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um auf internationaler Ebene Verstöße gegen das Urheberrecht und Produktpiraterie unkomplizierter bekämpfen zu können. Da auch digitale Inhalte von diesem Übereinkommen betroffen sind, wird die Umsetzung von ACTA massive Einschnitte bei der freien Internetnutzung mit sich führen.

Provider könnten dazu gezwungen werden, das Nutzungsverhalten ihrer Kunden zu überwachen und, beispielsweise nach dem in Frankfreich eingeführten Three-Strikes-Prinzip, den Internetzugang nach drei Urheberrechtsverstößen entziehen. Die Provider wären dazu verpflichtet, die notwendige Infrastruktur bereitzustellen und könnten sich in anderem Falle sogar selbst strafbar machen. Die Mehrkosten würden, wenig überraschend, an den Verbraucher weitergegeben. ACTA hätte zur Folge, dass sogar private oder gar vertrauliche E-Mails hinsichtlich ihres Inhalts kontrolliert würden - Bilder oder Tondateien, auch wenn diese selbst erzeugt wurden, könnten also spätestens dann nicht mehr mit ruhigem Gewissen per E-Mail verschickt werden. Überdies wäre eine Nutzung von Diensten wie Tor oder P2P-Netzwerken illegalisiert, da dies schon als Vorbereitung zu einer Straftat gelten kann.

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